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Ratgeber für die polnische Staatsangehörigkeit

 
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Erwerb von Immobilien durch Staatsangehörige von EU-Staaten

Staatsangehörige von Mitgliedstaaten der Europäischen Union können ohne die Notwendigkeit des Erwerbs einer Genehmigung Immobilien in Polen erwerben.
Eine Ausnahme von dieser Regelung stellt der Erwerb von landwirtschaftlichen oder Forstimmobilien dar. Für den Erwerb dieser Immobilien müssen Staatsangehörige von Mitgliedstaaten der Europäischen Union noch bis zum 30. April 2016 eine Genehmigung des Ministeriums für Inneres und Verwaltung erhalten. Die Erteilung einer solchen Genehmigung für den Erwerb der oben genannten Immobilien erfolgt auf Grundlage der im Kapitel Erwerb von Immobilien durch Staatsangehörige von Staaten außerhalb der EU beschriebenen Prinzipien.

Allerdings können Bürger der Europäischen Union landwirtschaftliche und Forstimmobilien in den folgenden Woiwodschaften ohne Genehmigung erwerben:

  • Niederschlesien, Kujawien-Pommern, Lebus, Oppeln, Pommern, Ermland-Masuren, Großpolen, Westpommern – nach dem Ablauf von 7 Jahren vom Tag des Abschlusses des Pachtvertrags der gegebenen Immobilie an rechnend, wenn sie in diesem Zeitraum persönlich eine landwirtschaftliche Tätigkeit auf der Immobilie geführt haben sowie legal auf dem Gebiet der Republik Polen gewohnt haben,
  • Lublin, Łódź, Kleinpolen, Masowien, Karpatenvorland, Podlachien, Schlesien, Heiligenkreuz - nach dem Ablauf von 3 Jahren vom Tag des Abschlusses des Pachtvertrags der gegebenen Immobilie an rechnend, wenn sie in diesem Zeitraum persönlich eine landwirtschaftliche Tätigkeit auf der Immobilie geführt haben sowie legal auf dem Gebiet der Republik Polen gewohnt haben.

Oben genannte Prinzipien werden ebenfalls für Staatsangehörige Norwegens, Islands, Liechtensteins sowie der Schweizerischen Eidgenossenschaft angewandt.
Über den Erwerb von Immobilien durch Ausländer, die nicht Bürger der Europäischen Union sind, siehe Kapitel Erwerb von Immobilien durch Staatsangehörige von Staaten außerhalb der EU.