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Ratgeber für die polnische Staatsangehörigkeit

 
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Aufenthaltsgenehmigung eines langfristigen EG-Bürgers

Ein Ausländer kann um eine Aufenthaltsgenehmigung eines langfristigen Bürgers der Europäischen Gemeinschaft (EG) ansuchen, wenn er sich ununterbrochen auf dem Gebiet Polens aufhält und zwar unmittelbar vor der Antragstellung, legal und ununterbrochen, mindestens 5 Jahre lang und darüber hinaus folgendes besitzt:
• eine stabile und regelmäßige Einkommensquelle die zur Deckung der Kosten der Selbsterhaltung sowie der Erhaltung der Familienmitglieder, die von ihm erhalten werden, ausreichend ist;
• eine Krankenversicherung oder eine Bestätigung der Kosten der medizinischen Versorgung auf dem Gebiet Polens durch den Versicherer.
Zum Zeitraum des 5-jährigen Aufenthalts, von dem die Erteilung einer Genehmigung eines langfristigen EG-Bürgers abhängt, werden folgende Arten des Aufenthalts des Ausländers nicht dazugerechnet:
• aufgehalten und in einer überwachten Anstalt, im Arrest zum Zweck der Ausweisung, gegenüber dem Vorbeugungsmaßnahmen ergriffen wurden in Form eines Verbots, das Land zu verlassen, oder des Freiheitsentzugs aufgrund eines rechtskräftigen Urteils;
• als „Au pair" oder Saisonarbeiter,
• auf Grundlage eines einheitlichen Aufenthaltsvisum, welches nur zur Einreise nach Polen zum Zweck der Ankunft aus humanitären Gründen, aus Gründen im Interesse des Staats oder internationalen Verpflichtungen berechtigt, eines Aufenthaltsvisums welches zum Zweck des Beginns oder der Fortsetzung einer Ausbildung ausgestellt wurde;
• als Leiter oder Mitglied des Personals einer diplomatischen Mission, Direktor eines Konsulats usw.
Im Fall von Ausländern, die sich in Polen aufgrund eines Visums im Zusammenhang mit der Absolvierung eines Studiums oder einer Schulung sowie aufgrund einer Wohngenehmigung auf bestimmte Zeit im Zusammenhang mit der Absolvierung oder Fortsetzung eines Studiums aufhalten, wird zum Zeitraum von 5 Jahren, von dem die Erteilung der Aufenthaltsgenehmigung eines langfristigen EG-Bürgers abhängt, nur die Hälfte des Zeitraums dieses Aufenthalts dazugerechnet.

Der Aufenthalt auf dem Gebiet Polens gilt als ununterbrochen, wenn keine der Unterbrechungen darin länger als 6 Monate war und insgesamt 10 Monate nicht überschritten hat, es sei denn die Unterbrechung wurde verursacht durch:
• die Ausübung beruflicher Pflichten bzw. der Ausübung von Arbeit außerhalb des Gebiets Polens, aufgrund eines Vertrags, der mit einem Arbeitgeber abgeschlossen wurde, dessen Sitz sich auf dem Gebiet Polens befindet;
• die Begleitung des Ehepartners, der berufliche Pflichten bzw. Arbeit außerhalb des Gebiets Polens ausübt, aufgrund eines Vertrags, der mit einem Arbeitgeber abgeschlossen wurde, dessen Sitz sich auf dem Gebiet Polens befindet;
• die Heilung des Ausländers.
Ein Ausländer, der in einem der Mitgliedstaaten der EU eine Aufenthaltsgenehmigung eines langfristigen EG-Bürgers besitzt, hat das Recht auf Erhalt einer zeitlich begrenzten Aufenthaltsgenehmigung in einem anderen EU-Mitgliedstaat, wenn Umstände herrschen, die sein Wohnen in diesem Staat rechtfertigen und er eine stabile und regelmäßige Einkommensquelle sowie eine Krankenversicherung besitzt. Dies betrifft auch die Familienmitglieder des oben genannten Ausländers.

 
 
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