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Ratgeber für die polnische Staatsangehörigkeit

 
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Mit dem Erwerb von Immobilien verbundene Steuern

Verträge, die die Übertragung des Eigentums von Immobilien betreffen (z. B. Kaufvertrag, Tauschvertrag), unterliegen einer Steuer für zivilrechtliche Handlungen. Die Höhe dieser Steuer beträgt 2 % des Immobilienwerts.

Die Pflicht der Bezahlung dieser Steuer lastet grundsätzlich auf dem Erwerber der Immobilie. Ausschließlich im Fall des Tausches von Immobilien lastet diese Pflicht auf beiden Vertragsparteien.
Der Notar ist Zahler der Steuer für zivilrechtliche Handlungen, was bedeutet, dass er zur Berechnung und Einziehung der Steuer von der Vertragspartei, die diese zu zahlen hat, verpflichtet ist. Nach der Einziehung der Steuer ist der Notar verpflichtet, diese beim Steuerorgan zum entsprechenden Termin einzuzahlen. Die Vertragsparteien müssen sich somit nicht um die Erledigung der mit der Bezahlung der Steuer für zivilrechtliche Handlungen verbundenen Formalitäten kümmern, da diese bereits vom Notar erledigt werden und dieser dafür verantwortlich ist.

Wenn mindestens eine der Parteien des Vertrags über die Übertragung des Eigentums einer Immobilie mit der Steuer für Waren und Dienstleistungen (VAT) besteuert ist, unterliegt der Vertrag der Besteuerung mit genau dieser Steuer und nicht der Steuer für zivilrechtliche Handlungen. Steuerzahler der Steuer für Waren und Dienstleistungen (VAT) sind am häufigsten juristische Personen sowie physische Personen, die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausüben, also Firmen.
Die Übertragung des Eigentums der Immobilie kann besteuert werden (in Abhängigkeit vom Bestimmungszweck der Immobilie) in der Höhe von 23 %, 8 % der VAT oder kann von der VAT befreit werden. Beispielsweise:

  • eine Steuer in der Höhe von 23 % betrifft die Übertragung des Eigentums von nicht bebauten Immobilien, die jedoch zur Bebauung vorgesehen sind,
  • eine Steuer in der Höhe von 8 % betrifft die Übertragung des Eigentums von bewohnbaren Einfamiliengebäuden sowie Wohnlokalen,
  • befreit von der Steuer ist die Übertragung von nicht bebauten Immobilien, die nicht zur Bebauung vorgesehen sind (z. B. landwirtschaftliche, Forst- und Freizeitimmobilien),
  • befreit von der Steuer ist auch der Verkauf bebauter Immobilien sowie deren Teile, unter der Bedingung, dass der Verkauf nach dem Ablauf von 2 Jahren seit der ersten Besiedlung des Gebäudes erfolgt.