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Ratgeber für die polnische Staatsangehörigkeit

 
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Dauerhafter Aufenthalt

Bürger der Europäischen Union sowie deren Familienmitglieder (auch jene, die die Unionsbürgerschaft nicht besitzen) erwerben nach fünf Jahren legalen und ununterbrochenen Aufenthalts in einem Mitgliedstaat das Recht auf dauerhaften Aufenthalt in diesem Staat. Die Stetigkeit des Aufenthalts wird nicht durch vorübergehende Zeiten der Abwesenheit, die allgemein sechs Monate im Jahr nicht überschreiten, angerührt. In besonders begründeten Fällen, wie etwa Schwangerschaft und Geburt, ernsthafte Krankheit, Studium usw. kann der Zeitraum der Abwesenheit auf maximal weitere 12 Monate ausgedehnt werden.
Das Recht auf dauerhaften Aufenthalt ist ohne jegliche Begrenzung (fristenlos) gültig. Mann kann dieses nur in Folge der Abwesenheit im aufnehmenden Staat über einen Zeitraum, der länger als zwei darauf folgende Jahre dauert, verlieren.

Das Recht auf dauerhaften Aufenthalten kann man auch früher – vor dem Ablauf von fünf Jahren des Aufenthalts – erwerben, in den folgenden Fällen von:

  • Angestellten oder Personen, die auf eigene Rechnung arbeiten, wenn diese das Pensionsalter erreicht haben (gemäß dem Gesetz des Staates, in dem sie gearbeitet haben und auf das Recht auf dauerhaften Aufenthalt angesucht haben) oder in Frühpension gegangen sind, unter der Bedingung, dass sie in diesem Staat mindestens die zwölf vorhergehenden Monate gearbeitet haben und dort ununterbrochen mindestens drei Jahre lang gelebt haben; wenn im gegebenen Staat das Pensionsrecht nicht anerkannt wird für Personen, die eine Wirtschaftstätigkeit führen, ist die Bedingung des Mindestalters erfüllt, wenn diese das Alter von 60 Jahren erreichen,
  • Angestellten oder Personen, die auf eigene Rechnung arbeiten, wenn diese mindestens zwei Jahre lang im aufnehmenden Staat gewohnt haben und aufgrund einer dauerhaften Erwerbsunfähigkeit aufgehört haben, zu arbeiten. Wenn die Erwerbsunfähigkeit aus einer schwerwiegenden Berufskrankheit oder einem Arbeitsunfall hervorgeht, in Folge dessen diese Person das Recht auf zahlbare Leistungen (z.B. Rente) erhält, die zumindest zum Teil von einer entsprechenden Institution im aufnehmenden Staat zahlbar sind, wird kein Urteil betreffend der Dauer des Aufenthalts im Mitgliedstaat getroffen.
  • Angestellten oder Personen, die auf eigene Rechnung arbeiten, die nach drei Jahren stetigen Wohnens und Arbeitens im aufnehmenden Staat in einem anderen Staat arbeiten oder eine Wirtschaftstätigkeit ausführen, aber ihren Wohnort ununterbrochen im aufnehmenden Staat haben und in diesen mindestens einmal wöchentlich zurückkehren.